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last updated:
19.01.2011

Newsletter 05/08 - Wir gratulieren

Wir gratulieren

Medizinische Sensation in Berlin-Buch geglückt...

Buch (MOZ) Ärzte des HELIOS Klinikums in Berlin-Buch haben weltweit das erste Mal ein Loch in einer Luftröhre mit Hilfe von Endoskopen geschlossen. Der Patient, ein vierjähriger Junge aus Brandenburg, war beim Spielen gestolpert und hatte sich den lebensbedrohlichen Riss zugezogen. Ein Drittel dieser Kinder sterben in der ersten Stunde, nur weil alle alles richtig gemacht haben und innovative Technik und Erfahrung rechtzeitig zur Verfügung stand konnte das Kind gerettet werden und ging ohne Folgeschäden nach Hause.

Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnt: Tim hat sich lebensgefährlich verletzt. Beim Aufprall ist seine Luftröhre gerissen. Einen Cent groß ist das Loch, durch das mit jedem Atemzug Luft unter die Haut des Vierjährigen strömt. Der Rückfluss ist versperrt. Die Notärzte in der Rüdersdorfer Klinik erkennen das Problem. Drei Schläuche sticht Ralf Möslein in Hals und Brustkorb des Jungen, um Luft abzulassen. Mehr kann er nicht für ihn tun. Rüdersdorf bestellt einen Hubschrauber. Tim muss dringend operiert werden. Klaus Schaarschmidt wird den Eingriff leiten.

Zig Mal hat er solche Operationen an Speiseröhre, Zwerchfell und Luftröhre an Schweinen und im Trainingslabor geübt, an langen Wochenenden und spät in der Nacht. Der Leiter der Kinderklinik des HELIOS Krankenhauses Berlin-Buch hat vor Jahren schon beschlossen, Brustverletzungen nur noch mit dem Endoskop zu operieren. Der minimalinvasive Eingriff mit den langen, bleistiftdünnen Bestecken schont den Organismus. Bei Kindern kann das über Leben und Tod entscheiden. Einen Luftröhrenriss mit der Schlüsselchirurgie zu behandeln, galt vor wenigen Jahren trotzdem noch als utopisch. „Die Technik hat sich schnell weiterentwickelt“, sagt Schaarschmidt. Das Team war erfahren. Die Zeit war reif, die Verletzungsstelle war thorakoskopisch über vier Zugänge von 2,7-5mm zuverlässig nachweisbar. , der Verschluss war mit doppelt fortlaufender Naht sicher zu erreichen und wurde zusätzlich mit einem Brustfelllappen gedeckt und verstärkt .
…mehr (Copyright 2000 bis 2008 moz.de)


Wir gratulieren ganz herzlich Herrn Professor Klaus Schaarschmidt zu seinem Erfolg. Vor über einem Jahr begann er bei uns im Trainingszentrum Groß-Dölln mit den ersten tierexperimentellen Arbeiten. Im Kopf der Plan, im Körper die Spannung, mit den Händen, den Weg suchend - so ging es über viele Experimente, bis er die aufkommende Gewissheit vorsichtig aussprach: „Ja so müsste das gehen….“. Als er vor zwei Wochen zusammen mit Kollegen in einem Expertenworkshop zur Minimalinvasiven Chirurgie seine Ideen am Tiermodell demonstrierte, erging es ihm ebenso – voller Ungeduld und Enthusiasmus, aber mit Ruhe und Bestimmtheit demonstrierte er seine Erfahrungen am Tiermodell.

Danke, dass wir Sie auf diesem Weg begleiten durften.